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Fuß fassen! Fußmassagen
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Einfach und effektiv sind zum Beispiel Massagesandalen mit Noppen, die Sie aber nicht ständig tragen sollten. Wenn Sie Ihren gewöhnlichen Badevorleger durch eine Gymnastikmatte mit Noppen ersetzen (gibt’s zum Beispiel im Sanitätsgeschäft), massieren Sie Ihre Füße sogar schon bei der Morgentoilette.
Die Igelball-Massage
Igelball (gibt’s im Sport- oder Sanitätsgeschäft) unter den Ballen nehmen und mit dem Fuß hin- und herrollen. Dabei den Druck langsam verstärken. Funktioniert auch mit einem Tennisball, der Reiz ist jedoch beim Igelball stärker.
Die Knetmassage
Optimal für eine schnelle Entspannung: Mit den Händen Zehen und Fußballen fest durchkneten und die Zehen einzeln drücken. Dann eine Faust formen, die Fingerknöchel gegen die Fußsohle pressen und mehrere Male von den Zehen bis zur Ferse streichen.
Duftmassage
Mit einem angenehmen Duftöl wird nicht nur die Haut geschmeidig, sondern die Massage auch zum besonderen Erlebnis für die Sinne.
Rezept: 5 ml Jojobaöl mit 5 ml Sesamöl mischen, je 2 Tropfen ätherisches Myrrhe-, Rosen- und Jasminöl hinzugeben und in einem Gefäß kräftig durchschütteln. Etwas von dieser Mischung auf die Füße geben und sie mit den Händen fest kneten.
Die natürlichste Massage ...
... ist immer noch das Barfußlaufen auf einem geeigneten Untergrund. Der sollte sauber, nicht zu hart sein und etwas federn. Entspannend läuft es sich zum Beispiel auf Gras oder durch einen Bachlauf (Vorsicht vor spitzen Steinen). Wer an der See Urlaub macht, hat die Gelegenheit, stundenlang mit den Füßen durchs Wasser zu laufen. Das ist grundsätzlich sehr gesund, weil der Sand außerdem die Hornhaut abrubbelt.
Achtung: Nasser Sand und die Rillen am Spülsaum sind sehr hart und unsere Füße sind zu langes Barfußlaufen nicht mehr gewohnt. Fachleute empfehlen daher, zwischendurch immer wieder Schuhe mit einem guten Fußbett anzuziehen, um überlastungen vorzubeugen. Vom Barfußjoggen raten sie unbedingt ab.
Vorsicht vor Verletzungen!
So stimulierend Barfußlaufen ist, so steigt auch die Gefahr von Schnitten oder Kerben. Verletzungen sollten Sie vermeiden oder sofort behandeln, weil durch sie Bakterien und Pilze eindringen können.
Empfindliche Haut
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Die neue Kosmetik hat mal wieder nur eines bewirkt: einen juckenden Ausschlag auf Gesicht und Hals. Die Inhaltsstoffe sind meistens nur der Auslöser. Die Ursache für die überreaktionen ist eine extrem empfindliche Haut.
80 Prozent der deutschen Frauen - so das Ergebnis einer Umfrage - bezeichnen ihre Haut als - empfindlich - . Eine sensible Haut neigt leicht zu Irritationen und reagiert beispielsweise auf Kosmetika, Mittel zur Hautreinigung oder auch Waschmittel. Oft brennt oder juckt die Haut, sie kann sich röten, schuppen, es bilden sich Bläschen oder sprießen Pickel. Die Beschwerden können so ausgeprägt sein, dass es schwer zu entscheiden ist, ob die Haut - nur - empfindlich reagiert, oder ob eine echte Allergie vorliegt. Die Folge: Die Betroffene probiert eine Creme nach der anderen aus, wechselt häufig Wimperntusche und Lidschatten. Das geht ins Geld.
Besonders empfindlich sind hellhäutige Frauen mit blonden oder roten Haaren. Bis zu einem gewissen Grad ist die empfindliche Haut eine Frage der Veranlagung. Man kann sie sich aber auch durch falsche Pflege einhandeln. Diese Inhaltsstoffe können reizen
Farbstoffe können ein Risiko sein Achten Sie immer darauf, dass Ihre Pflege- oder Kosmetikprodukte möglichst keine Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe enthalten - sie sind meistens schuld an Hautreizungen oder Allergien. Auf Produkte mit der Aufschrift - allergiegetestet - oder - hypoallergen - (mit möglichst wenig Inhaltsstoffen) umzusteigen, hilft nicht immer: Es gibt keine einheitlichen Kriterien für Verträglichkeitstests. Die eine Firma testet ihre Kosmetika an mehreren hundert Frauen mit normaler Haut. Die andere wählt ausschließlich Frauen mit empfindlicher Haut aus, dafür werden die Untersuchungen aber an viel weniger Testpersonen durchgeführt.
Es ist relativ schwierig, auf Konservierungsstoffe zu verzichten, doch einigen Firmen ist es gelungen. Sie bieten neben Duschölen und Gesichts-Pflegeserien auch Augen-Make-up-Entferner und Wimperntuschen ohne Konservierungsmittel an. Diese Produkte bekommt man z. B. in Apotheken. Frauen, die aufgrund von Tests beim Allergologen bereits wissen, dass Sie auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch reagieren, sollten beim Einkauf ihren Allergiepass nicht vergessen. Seit 1999 ist für Kosmetika eine Inhaltsliste (INCI) vorgeschrieben. Ob beispielsweise ein Farbstoff enthalten ist, lässt sich recht schnell herausfinden: Sind auf der Inhaltsliste keine - Colour-Index-Nummern - (z. B. CI 23459) vermerkt, sind auch keine Farbstoffe drin.
Konservierungsstoffe: Reizender Zusatz in Kosmetika ärgerlich, aber nicht selten: ein juckender Ausschlag im Gesicht als Reaktion auf eine neue Creme. Die Pflegestoffe sind meistens nicht Schuld an der Allergie. Ursache sind oft die Konservierungsstoffe, die Kosmetika vor vorzeitigem Verfall durch Bakterien und Pilze bewahren.
Mindestens 30 Monate müssen Cremes, Shampoos und Lotionen ungeöffnet haltbar sein. Diese Zeitspanne gilt ab der Herstellung. Kosmetika, die diese Anforderung nicht erfüllen, müssen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sein.
Die Hersteller konservieren die meisten Schminken und Pflegemittel mit chemischen Zusatzstoffen, um die Haltbarkeitsvorschriften zu erfüllen. Das gilt besonders für stark wasserhaltige Produkte, wie etwa Shampoos oder Körperlotionen. Wasserarme Kosmetika, wie fettreiche Cremes und Pflegeöle, benötigen dagegen kaum eine chemische Konservierung. Ebenso brauchen Produkte in Spendern und Tuben weniger Schutz, da ihr Inhalt praktisch nicht mit Keimen in Berührung kommt. Die Menge an Konservierungsstoffen variiert also je nach Produkt. Frei davon sind aber nur wenige Kosmetika.
Mit Chemie gegen Bakterien und Pilze Derzeit sind 48 chemische Stoffe zur Konservierung von Kosmetika und Pflegemitteln zugelassen. Manche davon machen empfindlicher Haut zu schaffen. Dazu gehört z. B. Formaldehyd, das häufig Allergien und Unverträglichkeiten verursacht. Die Chemikalie reizt Schleimhäute und Augen, lässt die Haut schneller altern und hat sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen. In Shampoos und Schaumbädern darf Formaldehyd bis zu 0,2 Gewichtsprozent des Produkts ausmachen, in Mundpflegemitteln ist die Hälfte dieser Menge erlaubt.
Ab einem Zusatz von 0,05 Prozent müssen die Hersteller auf der Packung angeben, dass sie Formaldehyd zugesetzt haben. Allerdings machen sie die Angabe nur in Ausnahmefällen, denn anstelle reinen Formaldehyds benutzen sie meist so genannte Formaldehyd-Abspalter. Das sind Stoffe, die das Formaldehyd nach und nach chemisch freisetzen. Verbreitete Formaldehyd-Abspalter sind beispielsweise:
Imidazolidinyl-Harnstoff (-Urea), Bronopol, 2-Bromo-2-nitroprane-1,3-diol, Bronidox, 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxane, Diazolidinyl-Harnstoff (-Urea) und DMDM Hydantoin. Als Konservierungsstoffe treten auch häufig Verbindungen mit Chlor, Brom, Fluor oder Jod in Aktion. In Versuchen hat sich gezeigt, dass sie die Haut reizen und Allergien auslösen können. Einige dieser Verbindungen belasten die Umwelt, reichern sich im Fettgewebe des Menschen an und gelten als krebserregend. Sind in der Liste der Inhaltsstoffe Verbindungen mit den Teilbezeichnungen Chloro-, Bromo- oder Jodo- zu finden, sollten Menschen mit empfindlicher Haut darauf verzichten.
In einigen Produkten, wie etwa Deos, kommt Triclosan zum Einsatz, das verhindert, dass Bakterien wachsen. Triclosan kann die natürliche Hautflora schädigen. Wegen einer möglicher Verunreinigung mit Dioxinen steht der Einsatz dieses Wirkstoffs seit langem unter Kritik.
Hygiene verlängert die Haltbarkeit
Verbraucher können selbst etwas tun, damit Kosmetika nicht durch Bakterien, Schimmelpilze und andere Mikroorganismen verderben. Wer die folgenden Tipps beachtet, kann auf Produkte mit wenig Konservierungsstoffen zurückgreifen:
Kosmetikprodukte halten länger, wenn man sie vor Licht und Wärme schützt. Selten benutzte Produkte am besten im Kühlschrank aufbewahren.
Cremes in Tuben oder in Spendern statt in Tiegeln kaufen.
Cremes aus Tiegeln möglichst nicht mit den Fingern entnehmen. Dadurch gelangen viele Keime in den Topf. Ein Spatel ist die hygienische Alternative.
Wichtig ist es, Tuben und Tiegel nach dem Gebrauch sofort wieder gut zu verschließen, um die Keimbelastung aus der Luft zu minimieren.
Kosmetika besser in kleinen Portionsgrößen kaufen.
Pinsel, Bürstchen, Schaumstoff-Applikatoren regelmäßig auswaschen und gut trocknen.
Irritationen erkennen und vermeiden Wenn man selbst hypoallergene Produkte nicht verträgt, vermehrt unter Rötungen und Ekzemen leidet oder wenn der Juckreiz einzelner Hautpartien länger anhält, sollte man einen Facharzt (Dermatologe, Allergologe) aufsuchen. Zwar gibt es inzwischen in den Apotheken auch frei verkäufliche Cremes und Salben mit niedrig dosiertem Cortison (Hydrocortison), doch können diese nur die Symptome lindern, nicht die Ursachen beseitigen. Außerdem darf man sie nur maximal fünf Wochen benutzen, denn das Cortison macht die Haut dünn. Eine längere Anwendung solcher Präparate ist auch deshalb problematisch, weil sie als - Entzugserscheinungen - wiederum Beschwerden wie Rötung, Brennen oder Spannen der Haut hervorrufen können.
Wer zu extrem empfindlicher Haut neigt, der sollte auf keinen Fall eine neue Creme sofort im Gesicht ausprobieren, sondern sie zunächst in der Armbeuge auftragen und abwarten - bis sich eine allergische Reaktion einstellt, vergehen meist 24 bis 72 Stunden. Zeigt sich dann in der Armbeuge eine Rötung oder juckt die eingecremte Stelle, eignet sich dieses Produkt auf keinen Fall für die sensiblere Gesichtshaut.
Manchmal dauert es sogar Wochen, bis sich die Haut gegen eine neue Kosmetik wehrt. Unser Tipp: Kundenfreundliche Parfümerien nehmen Produkte zurück, wenn man erklärt, dass die Haut darauf allergisch ist.
Die richtige Pflege wählen
Schon bei der Reinigung muss man auf die Bedürfnisse der empfindlichen Haut eingehen: Herkömmliche Seife kann auf Dauer den Säureschutzmantel der Haut schädigen, sie austrocknen. Besser sind Syndets, die auf den Säurewert der Haut abgestimmt sind und schonende waschaktive Substanzen enthalten. Für sensible Haut eignen sich auch Reinigungsemulsionen oder -öle.
Bei der anschließenden Pflege müssen die Produkte dem Hauttyp entsprechen. Pflegt man beispielsweise eine fettende Haut mit ölhaltigen Pflegeprodukten, kann sie darauf gereizt reagieren. Fettarme Feuchtigkeitscremes ziehen zwar schnell ein und wirken erfrischend, können der Haut jedoch auch Wasser - stehlen - - ein Effekt, der eine an sich schon trockene Haut noch empfindlicher machen kann.
Generell ist es bei empfindlicher Haut empfehlenswert, Cremes mit möglichst wenig Inhaltsstoffen zu bevorzugen. Das verringert die Zahl der Stoffe, auf die sie überreagieren könnte. Wer sich über seinen Hauttyp - ob fette, trockene oder Mischhaut - nicht im Klaren ist, der sollte sich eine Kosmetikerin befragen. Inzwischen führen auch einige Apotheken Bestimmungen des Hauttyps durch.
Tröstlich für Betroffene: Ein amerikanischer Wissenschaftler hat herausgefunden, dass die richtige Pflege die Empfindlichkeit der Haut schon nach acht Wochen deutlich reduzieren kann.
Kostenlose Broschüre - Kosmetika - Inhaltsstoffe - Funktionen - Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel Karlstraße 21 60329 Frankfurt Tel.: 0 69/25 56 13 23
Augenfältchen... ... glättet eine sehr fettreiche Creme - falsch!
Die Augenlider brauchen eine Creme oder ein Gel, das den Feuchtigkeitshaushalt der empfindlichen Haut ausgleicht. Das schafft eine fette Creme nicht. Im Gegenteil: Ein dichter Fettfilm kann zusätzlich zu Schwellungen führen, weil die Flüssigkeit im Gewebe versackt und die Haut nicht - atmen - kann.
Tipp: Die Augenpflege immer nur sanft einklopfen, niemals die zarte Haut zerren - das verursacht erst recht Falten.
Baden... Spätestens nach 15 Minuten raus aus der Wanne ... trocknet die Haut generell sehr stark aus - falsch!
Baderegeln, die das Austrocknen der Haut verhindern:
Nicht täglich baden. Spezielle ölbäder benutzen. Nicht zu heiß baden (das Wasser darf höchstens 37 Grad warm sein). Nicht zu lange im Wasser bleiben (zehn bis zwölf Minuten). Die Haut nicht abrubbeln, nur vorsichtig trockentupfen. Tipp: Unempfindliche Haut mit einer leichten Lotion eincremen, sehr trockene Körperhaut mit einer reichhaltigen Bodycreme pflegen.
Couperose... ... verschwindet nach Auftragen spezieller Cremes - falsch!
Inzwischen bieten zwar viele Firmen Cremes gegen Couperose an. Doch leider schafft es bisher keine einzige, die roten äderchen tatsächlich verschwinden zu lassen. Die meisten Produkte haben eine grünliche Farbe. Sie kaschiert die roten äderchen, da sich Rot und Grün optisch zu einem bräunlichen Hautton vermischen.
Tipp: Verwenden Sie als Basispflege eine Creme für empfindliche Haut und schützen Sie Ihr Gesicht vor Kälte und Hitze
Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) Auf der Haut entstehen weiße Flecken, die betroffenen Hautstellen sind sozusagen unpigmentiert. Die Ursache: Normalerweise wird der Hautfarbstoff Melanin durch bestimmte Zellen (Melanozyten) gebildet. Bei der Weißfleckenkrankheit verschwinden diese Zellen teilweise. Aus welchem Anlass sie abhanden kommen, weiß man noch nicht.
Behandlung: Mit gezielter UV-Therapie versucht man, die Pigmentbildung wieder anzuregen. Das ist sehr zeitaufwendig und schwierig, denn die hellen Hautflecken haben durch den Pigmentmangel keinen natürlichen Lichtschutz mehr und können deshalb schnell einen Sonnenbrand bekommen. Man kann die weißen Flecken aber auch mit Spezial-Make-Up abdecken.
Verbrennungen Kaltes Wasser: Erste Hilfe bei Verbrennung Eine Tasse Kaffee aus Versehen übers Knie gegossen, ans Bügeleisen oder an die heiße Wand des Backofens gefasst - Verbrennungen oder Verbrühungen passieren schnell. Und genauso schnell muss dann geholfen werden.
Behandlung: Kühlen, kühlen, kühlen heißt die Devise, damit sich die Haut von diesem Hitzeschock erholt. Halten Sie die rote, verletzte Stelle unter kaltes, laufendes Wasser, legen Sie einen Eispack auf oder machen Sie kalte Umschläge. Manchmal schafft man es damit, dass die leichte Verbrennung schnell wieder verschwindet. Sonst muss man mit einer Brandsalbe (Apotheke) nachbehandeln. Bei schweren Verbrennungen können sich Blasen bilden. Die sollten ausschließlich vom Arzt behandelt und auf keinen Fall eigenmächtig geöffnet werden.
Achtung: Die alten Hausmittel, öl oder Mehl auf die Brandverletzung zu legen, sind gefährlich! Sie können die Wunden verkleben, zu Infektionen führen und alles nur noch schlimmer machen!
Die übersteigerte, krankmachende Abwehrreaktion
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deshalb führen dann ganz harmlose Substanzen wie Gräser, Baumpollen oder auch Milcheiweiß zu überflüssigen Abwehrreaktionen. Dabei schießen diese Abwehrreaktionen weit über ihr Ziel hinaus, denn es werden sehr viel mehr Antikörper gebildet, als bei einer normalen Abwehrreaktion nötig waren. Schließlich führen die gebildeten Antikörper nicht etwa zu einer Immunität, die ja auch gegen Gräser oder Baumpollen ganz überflüssig wäre, sondern zu einer - Sensibilisierung - , d.h. überempfindlichkeit des Betroffenen.
Betrachten wir eine solche allergische Reaktion etwas näher: Irgendwann kommt der Körper zum erstenmal in Kontakt mit einem fremden Stoff, z.B. mit Birkenpollen im Frühjahr. Das Abwehrsystem in der Nasenschleimhaut, auf der sich die Birkenpollen abgesetzt haben, halt sie irrtümlich für schädlich und bildet Antikörper gegen die Birkenpollen. Das Auftreten dieser speziellen Antikörper in der Nasenschleimhaut, im Blut oder auch in der Haut verläuft beim Betroffenen zunächst ohne jede erkennbare Reaktion, er ist lediglich sensibilisiert. Bei einem erneuten Kontakt der durch die Antikörper sensibilisierten Schleimhaut mit Birkenpollen kommt es zu der bereits genannten Antigen-Antikörperreaktion, die sich nun in vielfältigen allergischen Krankheitserscheinungen (Symptomen) äußern kann.
Es ist wichtig zu wissen, daß nicht jeder, der durch die Bildung spezifischer Antikörper sensibilisiert ist, auch beim nächsten Allergenkontakt mit Krankheitszeichen reagieren muß. Im Gegenteil: Es gibt eine große Anzahl von Menschen, die überflüssigerweise gegen eine Reihe von Allergenen Antikörper in ihren Schleimhäuten, in der Haut und im Blut gebildet haben, ohne unter Krankheitszeichen zu leiden. Diese Menschen sind nur sensibilisiert, aber nicht erkrankt. Es gehört zu den großen Geheimnissen, warum die eine Person durch die Bildung von Antikörpern sensibilisiert ist, aber keine Zeichen einer Erkrankung hat, während bei anderen die Anwesenheit der Antikörper bei einem erneuten Allergenkontakt auch zu Krankheitserscheinungen führt. Dazu muß man wissen, daß sich die Birkenpollen Antikörper auf der Oberfläche von speziellen Zellen in der Nasenschleimhaut oder auch in der Haut festgesetzt haben. Diese Zellen, die als Mastzellen bezeichnet werden, besitzen in ihrem Inneren mehrere biologisch hochaktive Stoffe. Diese sogenannten Mediatoren werden durch die Membran der Mastzelle in die Umgebung freigesetzt, wenn ein Birkenpollen-Allergen mit dem auf der OberfIäche befindlichen Antikörper eine Reaktion eingegangen ist. Sobald die Mediatoren aus der Mastzelle ausgetreten sind, führen sie nun zu den klinischen Zeichen einer allergischen Reaktion: Juckreiz in der Nase und ein heftiges Nasenlaufen, tränende Augen, Hautreizungen, Magen-Darm-Störungen oder Atemnot sind die bekannten Symptome einer Allergie. Der wichtigste Mediator, der alle diese Krankheitszeichen hervorrufen kann, ist das Histamin.
Ablauf einer allergischen Reaktion
Bei Kontakt mit Pollen: keine Reaktion an den Mastzellen
Bildung von IgE Antikörpern bei Kontakt mit Pollen (Sensibilisierung)
Bei erneutem Pollenkontakt Reaktion der IgE Antikörper auf den Mastzellen mit den eindringenden Pollen
Histaminausschüttung aus den Mastzellen mit den Folgen von Niesanfällen und Fließschnupfen
Die richtige Köperpflege
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Körperpflege - weniger ist mehr
Zu heißes Wasser, zu langes Duschen, Schaumberge im Vollbad und Kopf-bis-Fuß-Waschungen mit den synthetischen Duschgels spülen auch das natürliche Hautfett ab und liefern die Haut schutzlos aus. - Es ist ratsam, sich nur so viel zu waschen, daß man nicht unangenehm riecht - , sagt Professor Dr. Hans Meffert, Hautarzt an der Universitätshautklinik (Charité) in Berlin. Als Faustregel gilt: mit Seife oder Duschgel nur Achselhöhlen, Füße und Genitalien waschen und sämtliche Reinigungsmittel gut abspülen, weil es sonst zu Hautreizungen und Allergien kommen kann. Denn zwischen Shampoo und Waschpulver besteht von der chemischen Struktur her kaum ein Unterschied. Aber wer ist schon reif für die Kochwäsche?
Gesichtspflege
Normale Haut braucht keine Creme. Die Haut reguliert sich ganz von allein. Es sei denn, trockene Raumluft, Wind, Kälte oder Sonne setzen ihr zu.
Bei fett-feuchter Haut hilft Gesichtswasser zum Reinigen. Weil die Haut ohnehin zu Pickeln und Mitessern neigt, muß mit zusätzlichem Fett sparsam umgegangen werden. Hier empfiehlt sich eine sogenannte öl-in-Wasser-Emulsion, auch als Tagescreme oder Lotion bekannt. Ist sie nach fünf Minuten gut eingezogen? Fühlt die Haut sich nach drei Stunden noch weich und glatt an, ohne zu glänzen? Dann ist es das richtige Produkt.
Wer trocken-fettarme Haut hat, muß genau das Gegenteil einsetzen: eine Wasser-in-öl-Emulsion, also wenig Wasser in viel öl, gibt der Haut das notwendige Fett. Die richtigen Produkte sind daran zu erkennen, daß die Cremes dick und glänzend sind und langsam einziehen.
Die Mischhaut will beides: Die Schweißrinne von Stirn, Nase, Kinn zum Dekolleté braucht wenig Fett, die trockenen Stellen an Wangen und Körper dagegen benötigen Nachschub an Fett.
Aus allen Pore
Für schöne und gesunde Haut läßt sich eine Menge ganz ohne teure Pflegeserien unternehmen: Frische Luft, ausreichend Schlaf, eine gesunde und möglichst vollwertige Ernährung und mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag (Wasser, Tees, Säfte) sind die Grundvoraussetzungen dafür.
Regelmäßige Saunabesuche sind eine entspannende und wirkungsvolle Ergänzung. Denn Sauna ist nicht nur gut zum Abhärten, sondern auch prima für die Haut. Sie wird dabei gründlich, aber schonend gereinigt. Der Schweiß läßt die oberste Schicht der Haut aufquellen. Die verhornten Hautzellen lockern sich und werden abgespült. Ebenso wichtig ist es, mehrmals die Woche körperlich so aktiv zu sein, daß man ins Schwitzen kommt. Denn dadurch wird nicht nur die Haut und der gesamte Organismus kräftig durchblutet - wenn Sie aus allen Poren schwitzen, wird Ihre Haut nachhaltig durchfeuchtet. Gerade trockener Haut tut das sehr gut. Auf Nikotin und Alkohol sollte eher verzichtet werden.
Wer mit der falschen Creme nachhilft, ist schon mittendrin in einem Kreislauf, der im schlimmsten Fall zur sogenannten Kosmetikakne führen kann: eine überpflegte Haut, die sich mit Ekzemen über die Prozedur beschwert. Aus dem gleichen Grund sollte auch kein Babyöl verwendet werden. Der Juckreiz wird zwar kurzfristig gelindert, doch auch das öl entzieht der Haut Wasser
Wer bekommt eine Allergie ?
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Kinder, deren Eltern unter einer Allergie leiden, haben statistisch gesehen ein höheres Risiko, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln als Kinder nicht-allergischer Eltern. Dabei wird aber nicht etwa eine spezielle Allergieform, etwa der Heuschnupfen oder das allergische Asthma bronchiale, vererbt, sondern nur die Bereitschaft zu einer allergischen Reaktion. Das Risiko eines Neugeborenen, noch während seiner Kindheit eine Allergie zu entwickeln, ist davon abhängig, ob nur ein Elternteil oder beide Eltern Allergiker sind. Mit einem bis zu 70 %igen Risiko zur Entwicklung einer Allergie muß man rechnen, wenn beide Eltern Allergiker sind, insbesondere wenn sie unter den gleichen Symptomen leiden.
Umwelteinflüsse und Erbfaktoren
Neben der ererbten Allergie-Bereitschaft müssen dann aber offenbar noch von außen kommende Faktoren hinzutreten, um das - allergische Faß - zum überlaufen zu bringen. Zu diesen äußeren Faktoren können Infekte der Nase, der Nasennebenhöhlen oder der Bronchien zählen, ein besonders intensiver Kontakt zu bestimmten Allergenen oder andere schädliche Umwelteinflüsse, wie z.B. Zigarettenrauch in der Umgebung des Kleinkindes oder eine zu einseitige Ernährung. Die Kombination von Erbfaktoren und äußeren Faktoren bedingt aus heutiger Sicht das Auftreten einer Allergie. Personen mit einer angeborenen Neigung zur Entwicklung von Allergien werden Atopiker genannt.
Wie baden und wann cremen?
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Testen Sie: Welche Creme ist die richtige?
Erstens: Verrühren Sie kräftig etwas von der Creme in einem Glas Wasser. Bleibt das Wasser klar, ist die Creme eine Wasser-in-öl-Emulsion und damit genau richtig für trocken-fettarme Haut. Bildet sich dagegen eine milchige Flüssigkeit, handelt es sich um eine öl-in-Wasser-Emulsion, die sich für fett-feuchte Haut eignet.
Zweitens: Noch einfacher ist es, die Creme im Gesicht aufzutragen und dann mit Wasser abzuspülen. Perlt das Wasser ab, enthält die Creme wenig Emulgatoren. Perlt es nicht ab, sind viele davon enthalten, denn die Emulgatoren binden die Hautfette, so daß der schützende Wasser-Fett-Mantel zerstört und die Haut ausgetrocknet wird. Hier hilft nur: Probieren Sie ein anderes Produkt aus!
Baden wie Kleopatra
Creme- oder ölbäder sind besonders von Menschen mit fett-feuchter Haut zu meiden. Aber auch wer trocken-fettarme Haut hat, tut sich mit ölbädern nichts Gutes, weil die waschaktiven Substanzen, die im ölbad zur Reinigung des Körpers enthalten sind, der Haut wieder Feuchtigkeit nehmen. Besser ist das Kleopatra-Bad, um die Haut mild einzufetten: Mixen Sie einen viertel Liter Milch mit einem Teelöffel Olivenöl, und geben Sie dann die Mischung ins Vollbad. Das macht die Haut so samtig weich, daß Sie sich, wenn Sie eine fett-feuchte Haut haben, nach dem Bad das Eincremen sparen können. Bei trockener Haut sollte allerdings eine fetthaltige Creme aufgetragen werden. Das Kleopatra-Bad ist übrigens für alle Hauttypen geeignet. Einziger Nachteil: An der Wanne bleibt ein Schmutzrand.
Sonstige Pflege der Haut
Pflegen Sie Ihre Haut regelmäßig morgens und abends. Denn mit dem älterwerden wird sie trockener und braucht Cremes mit einem höheren Fettanteil. Regelmäßige sanfte Gesichtsmassagen können Mimikfalten glätten und wirken ungemein entspannend.
Eine ausgewogene vollwertige Ernährung liefert so viele Vitamine und Nährstoffe, wie die Haut braucht, um gesund und schön zu bleiben. Ganz wichtig auch: Trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit jeden Tag - am besten Wasser oder Kräutertees. Bewegung an der frischen Luft macht munter, regt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem und hält ganz einfach jung. Ihre Haut wird es Ihnen danken ...
Rauchen erhöht nicht nur das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Raucher haben oft auch eine fahle, ungesunde Hautfarbe und stärkere Falten, weil Nikotin die Blutgefäße verengt und so die Versorgung der Haut mit Nährstoffen und Sauerstoff beeinträchtigt.
Halten Sie sich nicht ungeschützt in der Sonne auf. In vielen Kosmetika, etwa Gesichtscremes, sind heute Lichtschutzpräparate enthalten, bei Sonnenbädern verwenden Sie Sonnencremes mit einem für Ihren Hauttyp angemessenen Lichtschutzfaktor.
Argyrose
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ätiologie
Lokalisiert: örtliche Behandlung mit silbersalzhaltigen Medikamenten.
Generalisiert: durch Einnahme silberhaltiger Medikamente oder als Berufskrankheit durch Aufnahme von Silberstaub beim Schleifen und Polieren.
Klinik
Blaugraue Verfärbung vor allem lichtexponierter Haut entweder in lokalisierter oder generalisierter Verteilung. Auftreten meist an den Lidern und im Gesicht. Ebenso blaugraue Verfärbung der Mundschleimhaut und der Nägel.
ARSENMELANOSE
Bei Arsenexposition (Haustrunk der Winzer; Arsenmedikation: Pilulae asiaticae, Fowler-Lösung, Antipsoriatika); meist mit weiteren Arsennebenwirkungen wie Arsenkeratosen, Basaliome, Morbus Bowen.
Klinik
Fächenhafte schmutziggrauschwarze Melanodermie (Rumpf), fleckige Hyperpigmentierungen seltener.
Aphthen
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Doch sie können auch ohne diese Anlässe entstehen, etwa wenn man viel Stress hat. Es wird vermutet, dass dabei eine Fehlreaktion des Immunsystems eine Rolle spielt. Aphthen können ziemlich weh tun. Wenn sie größer werden, sich weiße Beläge bilden oder sie immer wieder kommen, muss man zum Arzt gehen. Behandlung: Spülen Sie täglich nach dem Essen Ihren Mund mit Kamillen- oder Eibischtee. Auch ein adstringierendes (zusammenziehendes) und desinfizierendes Mundwasser (Apotheke) kann helfen. Verzichten Sie auf heißes Essen und weichen Sie eine Zeitlang besser auf Kaltes aus.
ANTHRAX - Pustula maligna - Milzbrand der Haut
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Vorkommen
Wildlebende und domestizierte Tiere, resistente Sporen in tierischen Produkten können Menschen in entsprechend exponierten Berufsgruppen (z.B. Landwirte, Metzger, Tierärzte) befallen. In Europa selten, Gefahr durch Importe aus dem Mittleren und Fernen Osten.
ätiologie
Infektion mit Bacillus anthracis (grampositives Bakterium, Sporenbildner) an exponierten Körperstellen, stets in Verbindung mit Hautdefekt; hinterläßt keine Immunität.
Klinik
Inkubationszeit 3 - 8 Tage, leichtes Fieber, allgemeines Unwohlsein, Auftreten der Pustula maligna. Akut hellroter Fleck mit rascher papulöser Umwandlung, später zentral hämorrhagischer Schorf. Oft zusätzlich Lymphangitis und Lymphadenitis.
Differentialdiagnosen
- Furunkel
- Karbunkel
- Staphylokokkenphlegmone
- Katzenpocken
Analekzem
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Nicht zu vergessen: allergische Erkrankungen sind möglich. Andere Erkrankungen wie Neurodermitis oder die Schuppenflechte können im Analbereich auftreten und ist oft von einem Ekzem nicht zu unterscheiden.
Folgende Maßnahmen sind wichtig:
Kontaktallergien gegen vielzählige Substanzen sind nicht selten Auslöser von Analekzemen oder treten im Laufe des Ekzemleidens hinzu und verschlimmern das Beschwerdebild. Häufige Auslöser: Hämorrhoidenmittel (Salben,Zäpfchen), auch Salben und Cremes, die zur Therapie des Ekzems verwendet werden, Zäpfchen gegen Schmerzen, Rheuma oder Fieber; Waschlotionen, Duschgels, Shampoos und Pflegeprodukte, die nur indirekt und geringen Kontakt zur Analregion haben. Feuchttücher enthalten häufig stark allergisierende Substanzen (Konservierungsstoffe, Duftstoffe) und sollten generell gemieden werden. Zu beachten ist, daß bei schwacher Allergie Ekzeme nur im Analbereich auftreten können, obwohl andere Körperpartien mehr damit in Kontakt kommen.
Nahrungsmittel und insbesondere scharfe Gewürze (Pfeffer, Curry, Paprika, Pepperoni) können entweder durch eine Allergie oder durch eine nichtallergische Reizung zu Juckreiz im Analbereich oder zu Ekzemen führen.
Nach dem Stuhlgang sollte der Analbereich bei bestehenden Ekzemen gründlich mit Wasser oder reinem Olivenöl gereinigt werden. Keine Seifen, Duschgels oder ähnliches verwenden, da Reizungen auftreten können. Nach der Reinigung Pflege mit fetter Salbe (z.B. Vaseline) ohne Zusatzstoffe.
Einlegen einer Kompresse in die Analfalte kann helfen, die Analregion trocken zu halten und das Ekzem in der Abheilung positiv zu beeinflussen.
Eventuell helfen Sitzbäder (mit z.B. Eichenrindenextrakten).
Veränderungen in der Analregion, die zu einer ständigen Verunreinigung mit Stuhl führen wie Condylome (Feigwarzen) oder Marisken (Hautausstülpungen) können zu Ekzemen führen, die nach Entfernung dauerhaft abheilen.
Auch verschiedene Wurminfektionen können sich lediglich in einem analen Juckreiz oder in Analekzemen äußern..